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My Guitar

Wichtige Informationen über deine Gitarre
Important Information about your Guitar

Auf dieser Seite findest du wichtige Informationen, wenn du eine meiner handgebauten Gitarren besitzt. Eine hochwertige Gitarre sollte gehegt und gepflegt werden, dann dankt sie es dir mit einem langen Gitarrenleben und gibt dir viel Freude.

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On this page, you'll find important information if you own one of my handcrafted guitars. A high-quality guitar should be cherished and cared for; in return, it will reward you with a long life and bring you much joy.

H-GuitarLab

Das Wichtigste: Die Luftfeuchtigkeit (und Temperatur)
The Most Important Thing: Humidity (and Temperature)

Beim Bau und anschliessend bei der Aufbewahrung der Gitarren achte ich auf eine möglichst stabile Luftfeuchtigkeit, die so um die 50% r.F. liegt. Ich verwende dazu Lufttrockner und Luftbefeuchter. 

Als Besitzer einer handgebauten Massivholzgitarre solltest du auch darauf achten, dass der Bereich der Luftfeuchtigkeit in den Räumen, in denen die Gitarre aufbewahrt wird, ca. zwischen 40% und 60% liegt, idealerweise bei ca. 50%.

Verwende ein präzises Hygrometer, z.B. von Testo, viele (nicht nur sehr günstige) Hygrometer haben sehr grosse Messabweichung. Ein gutes analoges Hygrometer hat den Vorteil, dass es selber justiert werden kann.

Selbstverständlich darf die Gitarre auch nicht grosser Hitze bzw. starker direkter Sonnenbestrahlung ausgesetzt werden. Ebenfalls sollte sie nicht im heissen Auto aufbewahrt werden

Eine Aufbewahrung im Case kann Luftfeuchtigkeits- und Temperaturschwankungen reduzieren, bei trockener Luft kann ein Humifier im Case helfen, die Gitarre nicht austrocknen zu lassen.

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When building and subsequently storing guitars, I make sure to maintain as stable a humidity level as possible, around 50% relative humidity. To do this, I use dehumidifiers and humidifiers.

As the owner of a handcrafted solid-wood guitar, you should also ensure that the humidity level in the rooms where the guitar is stored remains between approximately 40% and 60%, ideally around 50%.

Use a precise hygrometer, such as one from Testo; many hygrometers (not just the very inexpensive ones) have a very large measurement error. A good analog hygrometer has the advantage that it can be calibrated on its own.

Of course, the guitar should not be exposed to extreme heat or strong direct sunlight. It should also not be left in a hot car.
Storing the guitar in its case can help reduce fluctuations in humidity and temperature; if the air is dry, a humidifier inside the case can help prevent the guitar from drying out.

H-GuitarLab

Schütze den Lack
Protect the coating

Nitrocellulose Lack hat sich im Instrumentenbau über Jahrzehnte bewährt. Er ist sehr dünn und beeinträchtigt das Schwingungsverhalten des Instruments dadurch in sehr geringem Mass. Zudem bietet dieser Lack auf lange Sicht Vorteile für den Fall, dass einmal eine Reparatur notwendig sein sollte.

Auf der anderen Seite ist es nicht der robusteste Lack, wenn es um mechanische und chemische Beständigkeit geht. Daher an dieser Stelle folgende Tipps:

  • Vermeide den Kontakt von chemischen Produkten mit dem Lack, insbesondere Sonnencremes und Insektenschutzmittel können den Lack nachhaltig schädigen
  • Schweisspuren mit einem Mikrofasertuch entfernen, allenfalls ganz leicht angefeuchten ("Nebelfeucht")
  • Vermeide mechanische Beschädigung der Oberfläche durch Gürtelschnallen, Reissverschlüsse und Knöpfe an der Kleidung
  • Eine gewisse "Patina", die sich trotz Sorgfalt nicht vermeiden lässt, gehört zum Instrumentenleben und zeigt, dass die Gitarre genutzt und geliebt wird.

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Nitrocellulose lacquer has proven itself in instrument making over decades. It is very thin and therefore has a minimal impact on the instrument’s vibrational behavior. In addition, this lacquer offers long-term advantages in the event that a repair is ever necessary.

On the other hand, it is not the most durable varnish when it comes to mechanical and chemical resistance. Therefore, here are a few tips:

  • Avoid contact between chemical products and the varnish; sunscreen and insect repellent, in particular, can cause lasting damage to the varnish.
  • Remove sweat marks with a microfiber cloth, lightly dampened if necessary (“just damp”).
  • Avoid mechanical damage to the surface from belt buckles, zippers, and buttons on clothing.
  • A certain “patina,” which cannot be avoided despite careful maintenance, is part of the instrument’s life and shows that the guitar is being played and loved.


H-GuitarLab

Optimale Einstellungen zur Bespielbarkeit
Optimal Settings for Playability

Wenn eine Gitarre meine Werkstatt verlässt, tut sie das mit einer guten Einstellung zur Bespielbarkeit. Dabei muss auf eine möglichst komfortable  Saitenlage geachtet werden, jedoch ohne dass die einzelnen Bünde "schnarren".

Um eine gute Bespielbarkeit zu erreichen, ist der Hals ganz leicht gekrümmt einzustellen. Wenn dies gegeben ist, stelle ich die Saitenlage, also den Abstand zwischen Bund und Saitenunterseite, beim 12. Bund auf 3/32" (2.4mm) für die tiefe E-Saite und 2/32" (1.6mm) für die hohe e-Saite ein.

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When a guitar leaves my workshop, it does so with a good playability setup. Care must be taken to ensure the string action is as comfortable  as possible, but without causing the individual frets to “buzz.”

To achieve good playability, the neck must be set with a very slight curve. Once this is achieved, I set the string action—that is, the distance between the fret and the underside of the string—at the 12th fret to 3/32“ (2.4 mm) for the low E string and 2/32” (1.6 mm) for the high e string.



Saitenlage selber kontrollieren (und einstellen)
Checking (and Adjusting) String Action Yourself

Um die Saitenlage zu überprüfen, gehe folgendermassen vor:

  1. Kontrolliere die Halskrümmung: Setze einen Kapodaster beim ersten Bund an und drücke die tiefe E-Saite zwischen dem 14. und 15. Bund runter. Die Saite sollte nun den 6. Bund nicht berühren, der Abstand der Saite zum 6. Bund sollte weniger betragen als die Dicke einer Standard-Visitenkarte. Dies ggf. mit einer Visitenkarte prüfen, diese sollte in bei runtergedrückter Saite beim 6. Bund leicht klemmen (siehe Bild). Der Einstellbereich ist also zwischen "nicht ganz gerade" und "Visitenkarten-Abstand" einstellbar, wobei ein zu gerader Hals das Schnarren der Bünde begünstigt.
  2. Falls die Halskrümmung nicht korrekt ist, kann sie mittels Halsstab vorsichtig korrigiert werden (siehe nächsten Abschnitt).  Gründe dafür, dass die Halskrümmung nicht mehr stimmt, sind z.B.: Änderung der Luftfeuchtigkeit (Sommer/Winter), dünnere oder dickere Saiten oder sonstige Alterung.
  3. Falls die Halskrümmung nun stimmt, den Abstand der E-Saite und danach der hohen e-Saite beim 12. Bund messen. Dies kann grob mit einem Massstab, dessen Skala exakt bei 0 beginnt gemacht werden, besser ist aber ein spezielles Messwerkzeug, ein Blech mit entsprechenden Markierungen darauf.
  4. Die eigentliche Korrektur der Saitenlage muss nun durch Anpassung der Stegeinlage erfolgen. Da in der Regel die Saitenlage zu hoch und nicht zu tief ist, muss an der Stegeinlage unten vorsichtig abgeschliffen werden. Falls du mit dieser Arbeit nicht vertraut bist, solltest du allenfalls einen Gitarrenbauer damit beauftragen.

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To check the string action, follow these steps:

  1. Check the neck curvature: Place a capo on the first fret and press down on the low E string between the 14th and 15th frets. The string should not touch the 6th fret; the gap between the string and the 6th fret should be less than the thickness of a standard business card. If necessary, check this with a business card—it should get slightly stuck at the 6th fret when the string is pressed down (see picture). The adjustment range is therefore between “not quite straight” and “business card gap,” though a neck that is too straight tends to cause fret buzz.
  2. If the neck curvature is incorrect, it can be carefully corrected using a truss rod (see the next section). Reasons why the neck may no longer be properly curved include, for example: changes in humidity (summer/winter), thinner or thicker strings, or general wear and tear.
  3. If the neck curvature is now correct, measure the distance between the E string and then the high E string at the 12th fret. This can be done roughly with a ruler whose scale starts exactly at 0, but it’s better to use a special measuring tool—a metal plate with appropriate markings on it.
  4. The actual adjustment of the string action must now be made by modifying the bridge insert. Since the string action is usually too high rather than too low, the bottom of the bridge insert must be carefully sanded down. If you are not familiar with this procedure, you should ask a luthier do it for you.
H-GuitarLab

Halsstab einstellen (Halskrümmung)
Adjusting the Truss Rod (Neck Curvature)

Um den Halsstab einzustellen, ist das mitgelieferte Werkzeug notwendig. Es besteht aus einem 4mm Imbusschlüssel mit einer Verlängerung aus Holz. Zuerst werden die A, D, G und B Saite gelockert. Die mittleren mehr als die beiden äusseren. Dann wird der Imbusschlüssel eingeführt. Im Halsblock ist unter der Decke eine Bohrung, in welcher die Halsstab-Mutter ist. Man fühlt, wenn der Schlüssel "einrastet". Nun den Schlüssel vorsichtig nach links oder rechts drehen. ACHTUNG: Sehr vorsichtig und gefühlvoll vorgehen, nicht mehr als 30° (=5 Minuten auf einem Zifferblatt) auf einmal! Unvorsichtiges Vorgehen kann grossen Schaden anrichten!

  • Drehen im Uhrzeigersinn: Halsstab wird gespannt, Hals wird gerader
  • Drehen gegen den Uhrzeigersinn: Halsstab wird gelockert bzw. negativ gespannt, Halskrümmung wird stärker

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To adjust the truss rod, you’ll need the tool provided. It consists of a 4mm Allen wrench with a wooden extension. First, loosen the A, D, G, and B strings—the middle ones more than the two outer ones. Then insert the Allen wrench. In the neck block, beneath the top, there is a hole containing the truss rod nut. You’ll feel when the key “clicks” into place. Now carefully turn the key to the left or right. CAUTION: Proceed very carefully and with a light touch—no more than 30° (= 5 minutes on a clock face) at a time! Careless handling can cause serious damage!

  • Turning clockwise: The truss rod is tightened; the neck becomes straighter
  • Turning counterclockwise: The truss rod is loosened or set to negative tension; the neck curvature becomes more pronounced 
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Saitenwechsel
Changing Strings

Alte, oxydierte Saiten sollten gewechselt werden. Je nach Saitentyp halten Saiten einige Wochen bis einige Monate. Auf meinen Gitarren sind ab Werkstatt grundsätzlich 12er D'Addario XS Saiten aufgespannt. Wenn du eine noch komfortablere Bespielbarkeit haben möchtest, kannst du auch einen 11er Satz versuchen. Bei einem Wechsel der Saitenstärke ändert sich auch die Saitenspannung, das heisst die Halskrümmung sollte geprüft und allenfalls neu eingestellt werden.

Beim Saitenwechsel ist eine gute Gelegenheit das Griffbrett und den Steg mit Griffbrettöl zu reinigen und leicht einzuölen. Das Griffbrett wie auch der Steg sind nicht lackiert, sondern geölt.

Zum Thema wie ein Saitenwechsel gemacht wird, gibt es viele Meinungen. Ich mache es folgendermassen:

  1. Alle alten Saiten lockern und entfernen (nicht unter Spannung abknipsen!), sich dabei die Zuordnung der Bridge Pins merken
  2. Griffbrett und Steg mit Griffbrettöl reinigen und leicht ölen
  3. Saite um Saite neu aufziehen, und zwar so:
    • Pin Ball leicht abkröpfen, ins Loch stecken und mit dem Pin fixieren, dabei darauf achten, dass der Pin Ball an der Bridge Plate ansteht und somit der Pin beim Spannen der Saite nicht wieder rausgezogen wird.
    • Saite ablängen, und zwar so lange, dass sie bis zur nächsten Mechanik reicht - die E Saite also bis zur A-Mechanik, die A Saite bis zur D-Mechanik, die D Saite bis zum Ende der Kopfplatte. Die restlichen Saiten spiegelbildlich.
    • Saite aufspannen und zwar auf der Achse der Mechanik nach unten wickeln, also Richtung Kopfplatte. Grob stimmen.
  4. Sind alle Saiten grob aufgezogen, jede Saite leicht und mit Gefühl dehnen
  5. Alle Saiten mit dem Stimmgerät durchstimmen, danach gleich noch einmal, bis sich die Stimmung nicht mehr ändert. - Fertig!

Tipps zur Sicherheit:

  • Keine elektrischen Saitenaufzieher verwenden - sehr schnell sind damit die Saiten überspannt, was zu einer zu hohen Spannung auf der Gitarre führen kann!
  • Vorsicht bei Saitenaufziehkurbeln. Viele Modelle neigen dazu, bei leicht schräger Anwendung den Lack der Kopfplatte zu beschädigen! Meine Empfehlung: Heriba Saitenaufziehkurbel (z.B. bei Thomann)

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Old, oxidized strings should be replaced. Depending on the type of string, they last anywhere from a few weeks to a few months. My guitars are always set up with 12-gauge D’Addario XS strings right out of the shop. If you want an even more comfortable playing experience, you can also try an 11-gauge set. Changing the string gauge also changes the string tension, which means the neck curvature should be checked and, if necessary, readjusted.

Changing strings is a good opportunity to clean the fretboard and bridge with fretboard oil and lightly oil them. The fretboard and bridge are not lacquered but oiled.

There are many opinions on how to change strings. Here’s how I do it:

  1. Loosen and remove all the old strings (don’t snap them off while they’re still under tension!), making a mental note of the bridge pins’ positions.
  2. Clean the fretboard and bridge with fretboard oil and lightly oil them.
  3. Replace the strings one by one, as follows:
    • Slightly bend the pin ball, insert it into the hole, and secure it with the pin, making sure the pin ball rests against the bridge plate so the pin isn’t pulled out again when the string is tensioned.
    • Trim the string to a length that reaches the next tuning machine—the E string to the A tuning machine, the A string to the D tuning machine, and the D string to the end of the headstock. Do the same for the remaining strings in reverse order.
    • Tune the strings roughly
  4. Once all the strings are roughly strung, gently stretch each string with care
  5. Tune all the strings with the tuner, then do it again right away until the pitch no longer changes. — Done!

Safety Tips:

  • Do not use electric string winders—they can over-tighten the strings very quickly, which can lead to excessive tension on the guitar!
  • Be careful with string winders. Many models tend to damage the finish on the headstock if used at even a slight angle! My recommendation: Heriba string winder (available at Thomann, for example)
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